Institutionelles Schutzkonzept

Hier findet ihr alle Infos rund ums Institutionelle Schutzkonzept (kurz: ISK) und alles was ihr für die Erstellung eines eigenen ISK braucht.

In Kürze werden noch weitere Inhalte und übersichtliche Infos eingestellt werden!

Außerdem findet ihr Infos zum ISK und Beratungsstellen auf der Seite der Koordinationsstelle Prävention gegen sexualisierte Gewalt des Bistums. 

teresarund
Zuständige DL: Teresa Schöning teresa[at]kjg-mainz.de
FAQ rund um die Erstellung eines ISK

Ein Institutionelles Schutzkonzept, oder kurz ISK, fasst alle Maßnahmen der Prävention sexualisierter, aber auch physischer und psychischer, Gewalt in einem Dokument zusammen. Es soll Handlungssicherheit im Umgang miteinander bieten und Wege aufzeigen, wie mit gefährdenden Situationen umgegangen werden kann. In der Erstellung des Konzeptes soll der eigene Verband und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen genauer betrachtet, überprüft und bewertet werden. Hierbei sollen risikobehaftete Strukturen, Situationen und Prozesse, sowie auch schützende Faktoren herausgearbeitet werden. Aus diesen werden anschließend verbessernde Maßnahmen entwickelt. Ein ISK bezieht sich also immer auf eine bestimmte Institution, wie einen Jugendverband, und richtet sich nach dessen Arbeit aus. Das Schutzkonzept wird daher passgenau für das Verbandsleben entwickelt.

Die Erstellung solcher Konzepte fördert die Sensibilisierung für das Thema Prävention, den offenen Umgang mit Fehlern, eine „Kultur der Achtsamkeit“ als eine gemeinsame Haltung und den Respekt sowie die Wertschätzung untereinander. Es kann also auch als ein Qualitätsentwicklungsprozess gesehen werden.

Die deutsche Bischofskonferenz hat alle deutschen Bistümer damit beauftragt Institutionelle Schutzkonzepte für ihre Strukturen zu erstellen bzw. erstellen zu lassen.

Laut der Ordnung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen des Bistums Mainz und deren Ausführungsbestimmungen, sind alle kirchlichen Rechtsträger innerhalb des Bistums dazu verpflichtet, ein Institutionelles Schutzkonzept für die eigenen Strukturen zur erstellen.

Auch alle KjG-Ortsgruppen sind als Mitglieder des Diözesanverbandes angehalten, ein eigenes Institutionelles Schutzkonzept zu entwickeln bzw. an der Erarbeitung eines solchen beteiligt zu sein. Keine Panik! Mehr Infos dazu gibt es unter: Wie gehen wir als Ortsgruppe die Erstellung des ISK an?

Bis zum 01.04.2023 soll der Koordinationsstelle Prävention des Bistums das ISK zur Prüfung vorgelegt werden.

Kinder und Jugendliche sind das Herz der KjG. Dass es ihnen gut geht und sie bei uns, in unseren Gruppenstunden, bei unseren Aktionen und bei unseren Freizeiten sichere Orte erleben können, steht bei unserer Arbeit an erster Stelle. Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit haben sich bei uns frei entfalten und weiterentwickeln zu können.

Es liegt an den Gruppenleiter*innen sichere und geschützte Orte dafür zu schaffen und aufrecht zu erhalten. Dafür müssen wir unsere eigene Arbeit als Gruppenleiter*innen, als Leiter*innenrunde und als Pfarrleitungen auf Risiken für Kinder und Jugendliche überprüfen, unser Miteinander achtsam gestalten und gemeinsam ein wohlwollendes und sicheres Miteinander schaffen. So setzen wir ein klares Zeichen nach Außen, dass Kinder und Jugendliche gut bei uns aufgehoben sind und geben Täter*innen in unseren Strukturen keinen Platz! Damit alle Gruppenleiter*innen Handlungssicherheit in ihrer Arbeit erfahren können, erstellen wir passgenaue Institutionelle Schutzkonzepte für unsere Angebote.

Bevor ihr als KjG-Ortgruppe mit der Erarbeitung eures eigenen ISK beginnt, müsst ihr eine grundlegende Entscheidung zwischen 1. und 2. treffen:

  1. Da ihr als Gruppe zu einer Pfarrei gehört, könnt ihr euch, als eine von mehreren Gruppierungen, an der Erstellung eines gemeinsamen ISK in der Pfarrei beteiligen.

oder

  1. Ihr erarbeitet euer eigenes ISK als Verband. Natürlich bleibt auch hier die Pfarrei nicht ganz außen vor, da ihr in eurer Arbeit immer wieder Überschneidungen haben werdet.

Falls ihr euch für 2. entscheidet, leitet euch die Arbeitshilfe des Bistums Schritt für Schritt durch den Erarbeitungsprozess. Diese Arbeitshilfe ging im Juli je einer Person der Pfarrleitung per Post zu. Wenn ihr diese nicht erhalten habt, meldet euch gerne bei uns oder schaut euch die digitale Version unter „Wie erhalte ich die Arbeitshilfe zur Erstellung des ISK?“ an.

Eine Übersicht des Prozesses findet ihr auf den Seiten 19-25. Die einzelnen Schritte werden euch dann, zusammen mit Methoden und anderen hilfreichen Unterlagen, Stück für Stück in den Kapiteln der Arbeitshilfe nähergebracht.

Die ersten Schritte haben wir euch trotzdem noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Legt innerhalb der Pfarrleitung oder auch der Leitungsrunde fest, wer hauptverantwortlich für den Prozess, nicht das ISK selbst, ist.
  • Erstellt euch eine Übersicht, wer alles zu eurer Gruppe gehört, mit wem ihr zusammenarbeitet, wo ihr mit Kindern und Jugendlichen und auch deren Eltern zusammenkommt und wer noch alles Kontakt zu euch als Gruppe hat, mit euch kooperiert oder anderweitig Einfluss auf eure Arbeit hat. Das Schaubild hier kann euch als Beispiel oder Inspiration für solche Menschen, Gruppen und Veranstaltungen dienen. In der Arbeitshilfe findet ihr auf den Seiten 17-18 weitere Hilfe dazu.
  • Sobald ihr euch einen Überblick über eure Strukturen verschafft habt, gilt es ein eigenes ISK Team zu bilden. Welche Aufgaben dieses Team genau hat, findet ihr auf S. 39 der Arbeitshilfe.
  • Für das Team solltet ihr Menschen aus verschiedenen Kontexten eurer Arbeit anfragen, ob sie sich an der Erarbeitung eines ISK beteiligen würden. Die Erarbeitung sollte vielen Menschen die Möglichkeit bieten, sich am Prozess zu beteiligen und ihre Perspektiven einbringen zu können, damit nichts ungesehen bleibt. Mehr dazu findet ihr auf den Seiten 29-37. Vor allem Seite 36 geht auf euch als Verbände auf Ortsebene ein.
  • Wenn ihr diese Schritte gegangen seid, beschreibt euch die Arbeitshilfe ab S. 40 detailliert, wie das erste Treffen und alle weiteren Prozessschritte aussehen können und wie ihr konkret weiterarbeiten könnt.

Auf Diözesanebene hat sich bereits ein ISK Team gebildet, das einerseits das ISK für den Verband auf dieser Ebene erarbeitet, aber auch als Unterstützung für euch da sein möchte. Dazu gehören KjGler*innen aus verschiedenen Regionen des Bistums, aus Teams der DV-Ebene und dem Diözesanausschuss bzw. der Diözesanleitung sowie unsere Präventionskraft.

Wir werden versuchen euch im Laufe der Zeit immer wieder neue und hilfreiche Informationen bereitzustellen und darüber hinaus noch weitere Unterstützungsangebote zu machen. Ihr könnt uns auch per E-Mail unter schutzkonzept [at] kjg-mainz.de erreichen. 

Darüber hinaus sind auch die Präventionskräfte in euren Pfarreien und eure KjZ-Referent*innen bzw. die Mitarbeitenden der regionalen Jugendbüros immer für euch ansprechbar.

  • Imageclip, um eine Einführung in das Thema möglichst einfach zu gestalten
  • Textbausteine, die das ISK Team auf DV-Ebene schon erarbeitet hat, sofern diese ohne große Abänderungen auch auf anderen Ebenen übertragbar sind.
  • Zoom-Meetings, um Fragen zu klären und weitere Unterstützungswünsche abzufragen
  • Schulungen, um bei der Erstellung des ISK zu unterstützen
  • Voraussichtlich eine App mit möglichen Handlungs- und Beschwerdewegen zur erleichterten sowie schnelleren Handhabung für den Ernstfall

Im Juli ging je einer Person aus eurer Pfarrleitung ein gedrucktes Exemplar der Arbeitshilfe zu. Außerdem findet ihr hier die digitale Version der Arbeitshilfe. Falls ihr eine weitere gedruckte Arbeitshilfe benötigt, meldet bei uns unter: schutzkonzept [at] kjg-mainz.de. 

Sobald das ISK erstellt und durch das Bistum geprüft wurde, gilt es die dort genannten Maßnahmen umzusetzen, die eigene Haltung weiterzuentwickeln und das ISK in die gelebte Verbandspraxis zu übertragen. 

Außerdem soll das eigene ISK spätestens alle 5 Jahre noch einmal genauer betrachtet, geprüft und gegebenenfalls noch einmal angepasst bzw. verändert werden. Nur so kann es immer aktuell bleiben und passgenau für das Verbandsleben sein.

Alle Teams, Gremien, AKs und Ausschüsse und auch Ortsgruppen wurden eingeladen im diözesanen ISK Team mitzuwirken.

Das ISK Team des Diözesanverbandes arbeitet seit Juni 2022 intensiv an der Erstellung des ISKs  für den DV und ist auch für eure Unterstützung da. Es besteht derzeit aus sechs Personen aus unterschiedlichen Bereichen des Diözesanverbandes. 

Mitglieder: Janis, Benedikt, Hanna, Verena, Svenja und Teresa (fehlt auf dem Foto)

Noch Fragen offen? Kein Problem!

Ihr habt noch Fragen rund um das ISK? Oder es fehlt euch noch etwas? Kein Problem! Kommt zu den Zoom-Meetings des ISK-Teams am 8. & 29. September jeweils um 20 Uhr und stellt eure Fragen!

Hier findet ihr die Powerpoint, mit der wir euch auf der Diko 2022 das erste Mal informiert haben. Bei Fragen wendet euch gerne an Teresa, als zuständige DL, oder an Verena Storch aus dem Büro.