Gemeinn√ľtzige Organisationen sind berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen. Spender*innen k√∂nnen damit ihre Spende bei ihrer pers√∂nlichen Steuererkl√§rung anrechnen lassen. Spendenbescheinigungen m√ľssen erst ab einem Betrag gr√∂√üer als 300‚ā¨ ausgestellt werden. Auf dieser Infoseite findet ihr die wichtigsten Infos zum Thema Spendenquittungen inkl. einer Muster-Spendenquittung.

Auszug von der Bundesebene

Eine Satzung beinhaltet Grundregeln, wie ein Verein (eure KjG) funktioniert. Darin ist beispielsweise geregelt, wie sich die Pfarrleitung zusammensetzt, wie sie gewählt wird und welche Aufgaben eure Mitgliederversammlung hat.

Sofern ihr keine eigene Satzung beschlossen habt, gilt f√ľr euch die Mustersatzung eures Di√∂zesanverbandes. Alternativ k√∂nnt ihr eine eigene Satzung beschlie√üen und √Ąnderungen daran vornehmen. Dabei m√ľsst ihr beachten, dass ihr die gesetzlich verpflichtenden Inhalte sowie die Mindestanforderungen eures Di√∂zesanverbandes abdeckt. Die Satzung und sp√§tere √Ąnderungen daran muss durch eure Mitgliederversammlung beschlossen werden. Danach m√ľsst ihr eure Satzung eurem Di√∂zesanverband zusenden, welcher pr√ľft, ob diese die Mindestanforderungen der Di√∂zesansatzung erf√ľllt und anschlie√üend die Satzung(s√§nderung) genehmigt. Als e.V. m√ľsst ihr zudem eure Satzungs√§nderungen dem Amtsgericht mitteilen.

Auszug von der Bundesebene

Rechtlich besitzt ihr als KjG-Ortsgruppe den Status eines nicht eingetragenen Vereins (n.e.V.), sofern ihr keine Eintragung beim Vereinsregister vorgenommen habt. Der Hauptunterschied zum eingetragenen Verein (e.V.) besteht darin, dass ein n.e.V. keine juristische Person mit den zugeh√∂rigen Rechten und Pflichten ist. Dies f√ľhrt dazu, dass grunds√§tzlich alle Mitglieder gemeinsam haften, da der Verein selbst nicht rechtsf√§hig ist. Im √úbrigen besitzt der n.e.V. aber alle wesentlichen Kennzeichen eines Vereins. Er muss beispielsweise √ľber eine Satzung, Mitglieder und einen gew√§hlten Vorstand (Pfarrleitung) verf√ľgen. Auch ein nicht eingetragener Verein kann vom Finanzamt als gemeinn√ľtzig anerkannt werden.

Falls ihr euch f√ľr die Rechtsform des eingetragenen Vereins (e.V.) entscheidet, m√ľsst ihr eure KjG ins Vereinsregister eintragen lassen und werdet damit auch automatisch in das Transparenzregister aufgenommen. Zuk√ľnftig m√ľsst ihr dann ebenfalls Vorstandswechsel und Satzungs√§nderungen dem Amtsgericht mitteilen.

Mehr Infos zum Thema Rechtsform von Jugendverbänden findet ihr beispielsweise auf der Webseite und in der Arbeitshilfe des BDKJ Freiburg.

Auszug von der Bundesebene

Die Anerkennung der Gemeinn√ľtzigkeit erm√∂glicht euch Steuererleichterungen. Einnahmen im ideellen (gemeinn√ľtzigen) Bereich, wie zum Beispiel Spenden, Mitgliedsbeitr√§ge oder F√∂rdermittel sind dann in der Regel nicht umsatzsteuerpflichtig und m√ľssen nicht versteuert werden.

Sofern der in eurer Satzung festgelegte Vereinszweck gemeinn√ľtzig, mildt√§tig oder kirchlich ist (was bei KjG-Gruppen fast ausschlie√ülich zutrifft), k√∂nnt ihr eure Satzung zur Beantragung der Gemeinn√ľtzigkeit bei eurem zust√§ndigen Finanzamt einreichen. Es werden vom Finanzamt sehr pr√§zise Vorgaben gemacht, welche Formulierungen die Satzung enthalten muss. Diese findet ihr in den verlinkten Arbeitshilfen und Infoseiten. Meist fordern viele Finanz√§mter die Freistellungsbescheide der h√∂heren Ebenen (z.B. eures Di√∂zesanverbands) ein und akzeptieren diese, in Einzelf√§llen kann jedoch auch ein eigener Freistellungsbescheid gefordert werden. Danach erhaltet ihr eine Best√§tigung der Gemeinn√ľtzigkeit sowie eine Steuernummer, die euch zugeteilt wird.

Mehr Infos zum Thema Gemeinn√ľtzigkeit findet ihr beispielsweise in der Arbeitshilfe des BDKJ Freiburg oder hier.

Auszug von der Bundesebene

Insbesondere durch die Reform des Umsatzsteuergesetztes kommen Kirchengemeinden h√§ufiger auf KjG-Gruppen zu und fordern sie dazu auf, ein eigenes Konto zu er√∂ffnen. Dies ist aber nicht weiter schlimm, im Gegenteil: Als KjG seid ihr selbstst√§ndig, handelt eigenverantwortlich und k√∂nnt damit auch eigenverantwortlich √ľber eure Finanzen entscheiden. Ein eigenes Konto ist die Grundlage daf√ľr. Es lohnt sich also in jedem Fall, ein eigenes Konto zu er√∂ffnen, sofern dies bisher noch √ľber die Kirchengemeinde gef√ľhrt wird. Inhaltlich k√∂nnt ihr weiterhin wie bisher mit eurer Kirchengemeinde zusammenarbeiten, daran √§ndert sich √ľberhaupt nichts.

Zur Eröffnung eines eigenen Vereinskontos benötigt ihr meist:

  • eure Satzung bzw. die f√ľr euch geltende Mustersatzung eures Di√∂zesanverbands
  • das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung, in dem festgehalten ist, welche Personen zur Pfarrleitung und ggf. Kassenf√ľhrer*in gew√§hlt oder berufen wurden (diese sind vertretungsberechtigt gegen√ľber der Bank)
  • Personalausweiskopien (Vorder- und R√ľckseite) aller Personen, die zugriffsberechtigt f√ľr das Konto sein sollen

Zudem m√ľsst ihr entscheiden:

  • ob die vertretungsberechtigten Personen einzeln oder gemeinsam (d.h. nur mit einer zweiten zeichnungsberechtigten Person) Bankgesch√§fte t√§tigen d√ľrfen
  • ob ihr Online-Banking nutzen wollt, und falls ja, welches Zugangsverfahren

Mehr Infos zum Thema Kontof√ľhrung findet ihr beispielsweise in der Arbeitshilfe des BDKJ Freiburg.

Auszug von der Bundesebene

Beim Wort Umsatzsteuer seid ihr √ľberfragt? Ihr seid bei euch vor Ort in der KjG als Leitung oder Kasse aktiv? Dann seid ihr hier genau richtig!

Diese Seite m√∂chte euch √ľber relevante √Ąnderungen im Umsatzsteuerrecht informieren und euch Handlungsoptionen aufzeigen. Bei Fragen k√∂nnt ihr euch jederzeit an die zust√§ndige Referentin in unserer Di√∂zesanstelle (DS) wenden!

Was ist die Umsatzsteuerreform?

2015 wurde eine Reform des Umsatzsteuergesetztes beschlossen, welches die Umsatzsteuerpflichten von kirchliche Einrichtungen und Organisationen (z.B. Kirchengemeinden, Pfarreien, Diözesen) stark ausweitet.

Die Frist f√ľr das Inkrafttreten der Reform wurde auf den 1. Januar 2025 verl√§ngert. Ab dann gelten strikte Regelungen, welche Veranstaltungen und Angebote umsatzsteuerpflichtig sind und welche nicht.

Das kommt auf eure Ortsgruppe zu

Diese √Ąnderungen f√ľhren dazu, dass die Finanzstrukturen in Kirchengemeinden genauer gepr√ľft werden und geschaut wird, welche Gelder √ľber welche Konten flie√üen. Solltet ihr euer KjG-Konto √ľber die Gemeinde f√ľhren, kann es nun sein, dass die Kirchengemeine dies in Zukunft √§ndern m√∂chte und ihr ein eigenes Konto er√∂ffnen sollt.

Alle KjGs, die Mitglieder an den KjG-Diözesanverband (DV) Mainz gemeldet haben, sind automatisch nicht eingetragene Vereine.

Das bedeutet, dass ihr

  • ein eigenes Vereinskonto braucht
  • pr√ľfen m√ľsst, ob ihr eine aktuelle Satzung habt
  • beim Finanzamt eure Gemeinn√ľtzigkeit beantragen m√ľsst, damit ihr z.B. Spendenbescheinigungen ausstellen k√∂nnt und als nicht eingetragener Verein anerkannt seid.

Diese Optionen stehen zur Wahl

Ihr könnt im Zuge der Reform grundsätzlich entscheiden:

  1. Weiterhin KjG und ein nicht eingetragener Verein bleiben (wie oben unter ‘Das ist zu tun’ beschrieben).
  2. Die bestehende KjG auflösen und zu einer Untergruppe der Pfarrgemeinde werden (hebt die Vorteile einer eigenständigen Gruppe auf und beendet eure Mitgliedschaft in unserem KjG DV).
  3. Ein eingetragener Verein (e.V.) werden und euch im Vereinsregister eintragen lassen (aufgrund der Eintragung hoher b√ľrokratischer Aufwand).

Das sind eure nächsten Schritte als Ortsgruppe

Gemeinsam als Ortsgruppe entscheidet ihr, welche Option ihr wählen wollt.
Anschließend leitet ihr die notwendigen Schritte ein.
Damit ihr euch zu dem Thema weiter informieren könnt, senden wir euch zwei Links mit.
Auf der Seite der KjG Freiburg findet ihr weiterf√ľhrende Informationen zu dem Thema, sowie eine Arbeitshilfe zum Thema Rechtsformen f√ľr Vereine.

Weitere Informationen

Material zum Thema Rechtsform (kjg-freiburg.de)
Rechtsform der Jugendverb√§nde (kjg-freiburg.de)
Informationen der KjG Bundesebene

Arbeitshilfe:
VERBAND VEREIN VERWAS ‚Äď Rechtsform der Verb√§nde (bdkj-freiburg.de)

Puuhhh…

Das war jetzt erstmal eine ganze Menge an Infos!
Nehmt euch also als KjG auf jeden Fall die Zeit, das Thema bei euch vor Ort anzusprechen und vielleicht habt ihr ja auch Kontakt zu einer anderen KjG. Tauscht euch gerne √ľber die M√∂glichkeiten aus!

Das Allerwichtigste ist aber: Ihr seid bei dieser Reform nicht allein, wir unterst√ľtzen euch bei egal welcher Option und sind nat√ľrlich auch als Kontaktpersonen immer f√ľr euch erreichbar!