Für die 1. Urlaubswoche der Herbstferien steht -wie jedes Jahr- das Kurspaket (KuPa) der KjG          (Diözese Mainz) im Kalender anstatt des Urlaubes mit der Familie. Eine Gruppenleitungsschulung, bei der man gezielt auf das Alltagsleben eines Gruppenleiters, die damit verbundenen Herausforderungen und Pflichten vorbereitet wird, neue Erfahrungen und neues Wissen konsumieren darf und angeregt in den Austausch mit anderen KjG‘ler*innen kommen kann.

Warum ihr euch definitiv für die KjGruppenleitungsschulung anstatt des Urlaubes mit der Familie entscheiden solltet, erfahrt ihr jetzt!

Ein Teilnehmer berichtet:

Informativ, kommunikativ, präventiv – Adjektive, die auf den Inhalt der Schulung zutreffen.

Fröhlich, spaßig, gemütlich – Adjektive, die ich während der Schulung spüren darf.

Am 01.10.2018 treffe ich mich mit ca. 25 neugierigen Jugendlichen aus anderen KjG’s oder Jugendverbänden am idyllischen Kloster Jakobsberg in Ockenheim mit der Intention, nach hoffentlich sechs lehrreichen Tagen, als ausgebildete(r) Gruppenleiter(in) für zukünftige Gruppenstunden, Zeltlager-oder Messdienergruppen gewappnet zu sein.

Bereits bei der Vorstellung der Teamer und Teamer*innen verbunden mit dem Thema „Banane“, unter dem unsere Schulung vollzogen wurde, zaubern uns die Teamer*innen mit „Banana-Songs“ ein Lächeln ins Gesicht, brechen erste Blockaden, sodass wir unser Teamgefühl stärken und sich in uns ein Gefühl des Ankommens und Wohlfühlens verbreitet.

Ich komme das erste Mal mit anderen KjG-Kulturen in Kontakt. Ich sehe, wie bei anderen KjG-Gruppen das Zeltlager organisiert wird und abläuft, welche Spiele, Programmpunkte es außerhalb meiner üblichen Spiele, wie dem Schmugglerspiel oder dem Völkerballturnier gibt, die ich seit 10 Jahren spiele. Ich spüre, die damit verbundene Freude und den Tatendrang, das neue Wissen in meine Gruppenleiterrunde einzubringen und etwas aktiv und eigenständig auf die Beine zu stellen. Es fasziniert mich und versetzt mich in eine Neugierde auf weiteren, spannenden Austausch in der folgenden Woche.

In den nächsten Tagen klären wir viele Fragen wie

Was sind eigentlich meine Rechte als Gruppenleiter*in, was wiederum meine Pflichten?

Welche Erwartungen als Gruppenleiter*in stellen Eltern, Gemeinde und insbesondere Kinder an mich?

Wie habe ich Kinder unter Kontrolle, ohne sie direkt anzuschreien?

Wie löse ich Konflikte fair & gerecht?

Welche Arten an Spielen gibt es, wann eignet sich welches Spiel besser und wie erkläre ich ein Spiel überhaupt? 

…und Vieles mehr.

Die größte Herausforderung stellten uns die Teamer*innen, indem wir am letzten Abend, gemeinsam als Gruppe  eine projektbezogene „Show“ auf die Bühne stellen sollten um unsere Tauglichkeit als Gruppenleiter*innen zu prüfen.

Bei der Vorbereitung der Durchführung,  sowie des Highlights des Abends

Lagerfeuer mit typischen Liedern, Gesängen und Spielen

wird uns klar, dass wir eine tolle Gemeinschaft aus der anfangs zerstückelten Gruppe geworden sind und was uns alle verbindet, KjG.

Viele von uns, sehen es anfangs als Art Pflicht und Zwang an, diese Schulung zu absolvieren. Als sie begreifen, dass der Austausch mit anderen „Gleichgesinnten“, mit der gleichen Leidenschaft des Gruppenleitungsdaseins, über spannende Themen, die ebenso essentiell sind für das Leben außerhalb der KjG, dass ein Abend am Lagerfeuer, um das man als Team zusammensitzt, ein Gemeinschaftsgefühl spürt, singt oder einfach mit jemandem redet und glücklich ist, schöner ist als alleine Zuhause, Netflix-Serien zu gucken und sich nach den Ferien fragt:

Was habe ich eigentlich in meinen Ferien gemacht?

Ich fahre erholt, mit neuem Wissen, neuen Freunden und neuen Erfahrungen nach Hause, bin traurig, dass die Woche so schnell vorbei ist und freue mich allen zu erzählen, wie cool unsere Ferien waren und die Anmeldung für die nächste KjG-Schulung ausfüllen zu dürfen.

Von Emil Palm