Am 15. September sich die KjG Mainz an der Jugendwahl U18 mit einem Wahllokal in der Katholischen Jugendzentrale in der Mainzer Altstadt. Rund 150 Kinder und Jugendliche informierten sich über Parteiprogramme und gaben ihre Stimme ab. Dabei ähnelt die Stimmverteilung der möglichen Wahl der Erwachsenen.

Bis Punkt 18 Uhr konnten alle Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in unserem Wahllokal wählen und ihre Stimme bei einer simulierten Bundestagswahl abgeben. Dabei gab es natürlich alles, was zu einer richtigen Wahl dazugehört: Stimmzettel, Wahlkabinen, Wahlurne und eine offizielle Auszählung. Viele Schülerinnen und Schüler der umliegenden Schulen kamen nach Schulschluss vorbei. Andere wiederum haben sich informiert und kamen daraufhin gezielt zur Katholischen Jugendzentrale. “Wir haben heute Morgen im Radio davon erfahren und haben dann unsere Kinder eingepackt und sind hergefahren”, erzählt eine Mutter.

Unter 18-jährige zeigten großes Interesse

Die jungen Wählerinnen und Wähler zeigten großes Interesse an der Wahl und befürworteten, dass sie mitbestimmen dürfen. Die Tragweite einer politischen Wahl war ihnen durchaus bewusst und sie diskutieren mit den Wahlhelfer*innen und untereinander über politische Positionen. “Wir haben schon im Unterricht darüber gesprochen und ich habe mir überlegt, wen ich wählen will”, sagte Florian (12 Jahre). Leonie (13 Jahre) sieht das ähnlich und findet: “Es ist gut, dass wir auch mitbestimmen dürfen und wir gehört werden.”

Neben dem Abgeben der Stimme konnten sich die Gäste in den Räumen der KjZ  unter anderem über Parteiprogramme informieren und was die KjG zu einzelnen Positionen sagt. Ein Bundestags-Activity sorgte für den nötigen Spaß im Umgang mit politischen Themen. Draußen vor dem Wahllokal war ein sogenanntes Zukunftszeitpicknick aufgebaut mit Knabbereien und Spielen und der Möglichkeit mit den Kjgler*innen, die die Wahl organisierten,  ins Gespräch zu kommen über Themen, die man selbst in Zukunft für wichtig erachtet. Die Wähler*innen schrieben außerdem Postkarten mit Wünschen an die Direktkandidat*innen aus Mainz, die wir dann an die Personen senden werden.

Stimmenauszählung

Um 18 Uhr begann bei uns und bundesweit die Auszählung der  Stimmen gemeinsam mit den noch anwesenden Wähler*innen. Über 220 000 Wähler*innen beteiligten sich. Knapp eine Woche vor der Bundestagswahl ist das Stimmungsbild bei den Jugendlichen in Deutschland eindeutig:
Die beiden großen Volksparteien CDU und SPD liegen vorn. Die CDU bekam die meisten Stimmen und 28,5 Prozent, die SPD kommt mit einigem Abstand auf 19,8 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen folgen mit 16,6 Prozent, Die Linke erreicht 8,1 Prozent. Auch die AfD mit 6,8 Prozent und die FDP mit 5,7 Prozent würden es in den Bundestag schaffen. Wahlergebnisse nach Ländern sortiert kann man hier nachlesen.

U18 Wahl als Möglichkeit demokratische Prozesse einzuüben

Die Jugendwahl ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, politische Teilhabe durch eine eigene Wahl zu erleben. Zahlreiche Gruppen der Jugendverbände, auch KjG-Gruppen, übernahmen die Organisation von Wahllokalen und politischen Informationsveranstaltungen. Insgesamt gab es mehr als 1600 Wahllokale. So wird Kindern und Jugendlichen die Chance gegeben, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen und demokratische Prozesse einzuüben. Kinder und Jugendliche lernen so, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese einzubringen.
Die Jugendwahl wurde initiiert vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Landesjugendringen, vielen Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk.

Nicht nur bei den Jugendlichen stieß die Wahl auf Interesse, auch die Presse war bei der Wahl vertreten und sogar die Kindernachrichtensendung logo! drehte vor Ort. Hier könnt ihr die Sendung in der Mediathek schauen.