„Nie hätte ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein Gewissen wäre.“

Anlässlich des 500. Geburtstags von Thomas Morus‘ Werk „Utopia“ lud die Diözesanleitung alle Interessierten in das Atrium des Jugendhauses Don Bosco in Mainz ein. Thema des Abends war eben jener Geburtstag und die Feier eines weiteren 500jährigen Jubeltages – das des Reinheitsgebotes.

Nach einem einstimmenden Impuls in der Kapelle erfuhren die Teilnehmenden mehr über das öffentliche und private Leben von Thomas Morus, dem Namenspatron der KjG. Er lebte von 1478 bis 1535 in England und war Anwalt, Politiker, Gelehrter und Schriftsteller. Als Lordkanzler des Königs Heinrich VIII. stellte er sich gegen den König, der ein weiteres Mal heiraten wollte. Als der Papst sich weigerte die erste Ehe Heinrichs aufzulösen, wollte sich Heinrich von der römisch-katholischen Kirche trennen. Thomas Morus jedoch unterstützte dieses Vorhaben nicht und stand zur Einheit der Kirche. Er wurde daraufhin in den Londoner Tower eingesperrt. Das ist der Ursprung seines berühmten Ausspruchs: „Nie hätte ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein Gewissen wäre.“ Er wurde am 6. Juli 1535 enthauptet.

Hauptsächlich stand jedoch Thomas Morus Vorstellung von einer idealen Gesellschaft, wie er sie in „Utopia“ beschreibt, im Zentrum des Abends. Andreas Mager und Matthias Göbel erläuterten einige interessante Stellen ausführlich und danach gestalteten die Teilnehmer*innen Plakate wie sie sich eine ideale Gesellschaft vorstellten. Besonders die Bereiche Bildung, politisches System und der Umgang miteinander wurden einbezogen.

Natürlich war anschließend ausreichend Zeit den zweiten 500. Geburtstag (500 Jahre Reinheitsgebot) mit einem Bier zu feiern.