In der Woche nach Ostern fanden insgesamt drei Gruppenleitergrundkurse der KjG Mainz im Jugendhaus Don Bosco (Mainz) und im Jugendhaus Maria Einsiedel (Gernsheim) statt. Dabei lernten wir alles, was wir in unserem Gruppenleiteralltag, egal ob für Zeltlager, Messdienergruppenstunden oder KjG-Arbeit wissen müssen. Ein Teilnehmer berichtet:

“Zugegeben, ein bisschen ärgerlich war es schon, den Ostermontag nicht mit der Familie verbringen zu können, aber dafür standen uns sechs Tage voll mit Wissen(-swertem), Begegnungen, Gemeinschaftsgeist, viel zu kurzem Schlaf und viel Spaß bevor. Dafür machten wir uns doch gerne auf den Weg an die hessisch-rheinland-pfälzische Landesgrenze und, das sei schon vorweg genommen, unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht (obwohl es kein großes Ostereiersuchen gab…).

Bernhardt weiß nichts über die KjG, Hannes hasst und kann auch überhaupt nicht Basteln und Katrin hat kein Namenschild, so stellten sich unsere Teamer am Montagmittag vor. Danach waren wir Teilnehmer dran: Jeder hatte sich ein Namensschild mit einem Fakt oder einer Behauptung über sich aussuchen dürfen und in einer „Ich-packe-meinen-Koffer-Variante“ musste sich jeder mit seiner Behauptung und seinem Namen vorstellen. Im Programm ging es nach den Vorstellungsspielen schnell weiter: Welche Regeln sollten für die Dauer des KuPas gelten? Welche Erwartungen haben wir Teilnehmer eigentlich an den Kurs? Nach dem Abendessen war jedoch (zum großen Ärger der Fans von KICKERS OFFENBACH) noch nicht Schluss: Spielepädagogik stand auf dem Plan. Wie wähle ich ein Spiel aus und binde es sinnvoll in den Gruppenstundenablauf ein?

An dieser Stelle möchte ich nun einen kurzen Einblick in den Tagesablauf geben: Die Morgen begannen immer gleich: Damit auch ja niemand das 8:30-Uhr-Frühstück verschläft, wurden wir von den mehr oder weniger lieblichen Klängen aus einem auf unserem Flur aufgestellten Ghettoblasters „sanft“ aus unserem Schlaf geweckt. Um 8:30 Uhr gab es dann Frühstück und pünktlich um 9:30 Uhr ging es mit der ersten thematischen Einheit des Tages los. 12:30 Uhr gab es immer leckeres Mittagessen und nach einer angemessenen Mittagspause ging es thematisch weiter, bis zum Abendessen um 18:00 Uhr. Zu guter Letzt folgte dann die letzte thematische Einheit des Tages um 19:00 Uhr und danach konnte jeder den Abend frei gestalten.

Viele Themen wurden innerhalb der nächsten fünf Tage behandelt: Welche Rechte und Pflichten haben Gruppenleiter eigentlich? Was ist denn bitte KIMI (es ist Kindermitbestimmung)? Welchen Wert hat die Kirche eigentlich heute im Alltag von Jugendlichen und wie können wir zur Wertevermittlung beitragen? Wie sieht denn überhaupt die Lebenswelt der Gruppenkinder aus und welche geschlechtlich bedingten Unterschiede gibt es da?
In den sechs Tagen wurde aus uns eine gute Gemeinschaft. Wir haben uns über viele Themen ausgetauscht und gemeinsam (durchaus auch mit und wegen der Teamer) viel Spaß gehabt. Insbesondre die von uns selbst organisierte Abschlussfeier und das „Schlag-den-GRULEi-Abendprogramm“ waren ein besonderes Highlight und eine große Aufgabe für die Gruppe, die wir jedoch hervorragend gemeistert haben.

Die Teilnahme am KuPa lohnt sich, denn auf dem KuPa lernt man tatsächlich Vieles, was einem im Gruppenleiteralltag weiter helfen kann, von den gemeinsamen Erlebnissen mal ganz abgesehen… Außerdem ist es einfach auch mal schön zu sehen, wie andere Pfarreien ihre Jugendarbeit gestalten und mit anderen ähnlich engagierten Jugendlichen in Kontakt zu kommen.”

Von Joshua Kunisch